Tarifvertrag db konzern

Im Gegenzug für die normativen Verbesserungen der oben dargelegten Bestimmungen des Abkommens sieht der Abkommensentwurf eine größere Flexibilität bei der Verwaltung der Arbeitszeit vor. In Bezug auf Überstunden – Arbeitszeit über die kollektiv vereinbarten 39,2 Stunden in der Branche – dürfen Unternehmen mit mindestens 201 Beschäftigten fünf statt vier Samstage pro Jahr für Überstunden pro Arbeitnehmer nutzen, während Unternehmen mit weniger Beschäftigten ihre Mitarbeiter an sechs statt an fünf Samstagen um Überstunden bitten können. Unsere Sicherheitspolitik am Arbeitsplatz zielt darauf ab, die Zahl der Unfälle und die Schwere von Unfällen kontinuierlich zu verringern. Ein besonderer Schwerpunkt dieser Bemühungen liegt auf schweren Arbeitsunfällen – einschließlich Unfällen, an denen Auftragnehmer beteiligt sind, und insbesondere bei Arbeiten in der Nähe von Gleisen. Wir erfassen systematisch die Exposition unserer Mitarbeiter gegenüber potenziell krebserregenden gefährlichen Stoffen. Besonderes Augenmerk wird auf die Prävention von posttraumatischen Belastungsstörungen bei Lokführern und anderen Arbeitnehmergruppen. DBGroup ist hier sehr gut aufgestellt. In Zusammenarbeit mit der Konzernsicherheit und den Gewerkschaften gehen wir auch neue gesundheitliche Herausforderungen an, wie die Veränderung des Arbeitsumfelds durch die Digitalisierung und die Sorgen der Mitarbeiter über Angriffe und Übergriffe. Die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter des DB-Konzerns orientieren sich neben länderspezifischen Regelungen vor allem an Tarifverträgen, die mit den Gewerkschaften in den jeweiligen Ländern abgeschlossen wurden. In anderen europäischen Ländern betrachten Arbeitgeberverbände die freiwillige Mitgliedschaft als eines ihrer konstituierenden Grundsätze.

Angesichts der Tarifverlängerungspraxis verschwimmt jedoch die Unterscheidung zwischen freiwilliger und obligatorischer Mitgliedschaft. Dies gilt insbesondere für mehrere Länder (z. B. Belgien und die Niederlande), in denen allen Unternehmen in einem bestimmten Sektor durch die Ausweitung von Siedlungen mit mehreren Arbeitgebern manchmal Mitgliedsbeiträge auferlegt werden. Wie aus einer kürzlich durchgeführten vergleichenden Analyse von 20 OECD-Ländern über drei Jahrzehnte (Nationale Arbeitsbeziehungen in internationalisierten Märkten, F Traxler, S Blaschke und B Kittel, Oxford, Oxford University Press, 2001) ergab, nehmen sowohl die Tariferstattung als auch die Mitgliederdichte freiwilliger Arbeitgeberverbände mit der Anwendung von Erweiterungspraktiken deutlich zu.